WORKSHOPS

unseen behind
Unterschiedlichste künstlerische Strategien der Umformung oder Übersetzung von Medienbildern bieten Anreize für den Kunstunterricht, um kritische aber auch sinnliche Auseinandersetzungen zu provozieren. Der Workshop möchte Inszenierungsumgebungen in Bildern in den Blick nehmen: Was meist scheinbar nur den Hintergrund bildet, besticht durch eine eigene Ästhetik, die mit Unschärfen arbeitet und oft höchstgradig atmosphärisch ist. Um den Blick auf anderes im Bild zu verschieben und den häufig übersehenen, aber rahmenden Bildhintergrund Raum zu geben, will der Workshop diesen als Materialfundus für eigene Bildserien nutzen. Gemeinsam experimentieren wir analog mit unterschiedlichen Formaten für Bildensembles zum „Ungesehenen“ und erstellen hierzu Bildtafeln, Leporellos, Bilderbücher und Weiteres.

Workshop im Rahmen des Landesfachtag Kunst Schleswig-Holstein, Schloss Gottorf in Schleswig, 18. November 2017.

OHP 2.0 –  anamorphe Experimente
Good old Tageslichtprojektor – der Workshop bietet unterschiedliche Anreize für Experimente mit dem optischen Bildwerfer und stellt künstlerische Ansätze zum OHP vor. Gemeinsame Überlegungen zu analogen OHP Add-Ons und digitalen Verschmelzungen verweisen auf Perspektiven für den OHP im kunstpädagogischen Kontext. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen zu eigenen performativen, kollaborativen, filmischen, fotografischen Experimenten am und mit dem OHP.

Workshop im Rahmen des Kunstpädagogischen Tags 2016 des BDK e. V. Landesverbands Berlin, 11. November 2016.

Grafik im Raum
Während sich das Verständnis von Bildlichkeit bereits auf den Raum ausdehnt, so lässt sich auch Grafik in den Raum hinein denken. Anamorphe Illusionen des Künstlers Felice Varini stellen beispielsweise derartige grafische Gebilde dar, die mit Perspektive und Blickwinkeln spielen. Auch die Tape-Art bietet Facetten, über optische Täuschungen zu Räumlichkeiten zu gelangen und betont dabei die Linie als grafisches Element. Den Raum mit Grafik zu besetzten bietet auch Möglichkeiten für performative Grafiken, die von Veränderbarkeit und Interaktion zeugen. Im Raum können wir Licht und Schatten aufgreifen und die sich daraus ergebene Formen als flüchtige Grafik fassen. Der Workshop möchte Möglichkeiten aufzeigen und erarbeiten, wie sich Grafik von der Fläche in den Raum entwickeln kann und dies mit den Teilnehmenden praktisch erkunden.

Workshop im Rahmen des Landesfachtag Kunst Schleswig-Holstein, Muthesius Kunsthochschule Kiel, 14. November 2015.

Scotch-Films
Das visuelle Material mit dem Blick durchwandernd, wird der durch den Tesafilm gerahmte Ausschnitt zum Bildfindungsmoment, dessen materielle Spur sich durch den Abriss einer Zufälligkeit fügt. Die Bildübergänge markieren Bruchkanten, Verschmelzungen, Überlagerungen oder Umformungen. Der Filmstreifen formiert sich als Kette von Bilderfragmenten oder als verfugtes Bilderensemble.
Fensterflächen werden zu Screens, an denen die Bewegung der Augen und des Körpers die Geschwindigkeit und Abspielrichtung der Tesafilme dirigieren. Analoge Apparaturen, die haptisch mechanisch ein Scrollen auf den Filmstreifen ermöglichen, verschränken Handlungs- und Blickgeschehen.

Workshop im Rahmen des FIGURINA Festival for Contemporary Art Education, ZIL Cultural Center, Moskau, 16. Mai 2015.